frühlingserwachen

Narzissen

 

Liebe Leute, der Winter ist vorbei! Und damit auch offiziell die Winterpause, die dieser Blog über ein Jahr lang gemacht hat. Der Frühling hat offiziell heute angefangen und passend dazu begrüßte mich hier heute morgen eine graue Wolkendecke. Ziemlich frustrierend. Aber nach dem Frühstück dann hatten sich die Wolken etwas gelichtet (Es muss am Glückstee gelegen haben!) und ich konnte mal kurz einen Fuß raus auf den Balkon setzen, um Fotos zu schießen. Wirklich viel zu sehen gibt es noch nicht, aber immerhin: Die Narzissen, von denen ich dachte, sie hätten letzten Frühling schon nicht überlebt, kommen wieder und auch die Akebia (auch Schokoladenwein) oder für Botaniker Akebia quinata hat sich anscheinend an die eher ruppigen Bedingungen meines Balkons gewöhnt und treibt fleißig aus. Bei harten Bedingungen denke ich an die vergangenen Hagelstürme und Regengüsse und den permanenten Wind zurück, den wir hier zum Teil haben. Oder an die Gluthitze die hier von morgens 7 Uhr bis Mittags um 15 Uhr im Hochsommer herrscht. Auch nasse Wurzeln scheint sie bisher ganz gut vertragen zu haben. Wenn ich mal eine Woche nicht da bin, kann leider keiner vorbeikommen und gucken, ob zuuufällig Wasser im Untertopf steht. Ursprünglich heimisch ist die Akebie lt. Wikipedia eher in der asiatischen Gegend. Hier also schonmal ein paar kleine Eindrücke von meinem Balkon dieses Jahr. Und im nächsten Post kommt dann meine Balkonplanung, die ich zusammen mit meiner (Floristen-)Oma erstellt habe.

 

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Wie es hier weiter geht….

Hallöchen ihr da draußen!

 

Da passt man mal nicht auf und schwupps – ist das Jahr schon wieder fast vorbei. Ein ziemlich turbulentes Jahr für mich, weswegen der Blog dieses Jahr auch brach gelegen hat. Natürlich hatten wir dieses Jahr auch wieder einen Acker, aber nicht mehr bei den Ackerhelden sondern bei meine-ernte. Die sind etwas näher dran als die Ackerhelden, bis nach Recklinghausen zu fahren macht auf die Dauer keinen Spaß.
Dazu kam, dass es dieses Jahr dezent chaotisch zuging, unsere Freunde sich nach und nach ins Arbeitsleben und in die Selbstständigkeit verabschiedet haben und wir uns auf einmal zu dritt um einen 45qm Acker gekümmert haben, auf den am Anfang der Saison wild und übermotiviert einfach mal Sachen gepflanzt worden sind.

 

Hier also jetzt ein Ausblick für nächstes Jahr:

  • Ich würde gerne mehr Nutzpflanzen auf meinem Balkon ziehen
  • Wenn Acker, dann nur noch zu zweit
  • Im Herbst dieses Jahr schon Zwiebeln für nächstes Frühjahr pflanzen
  • An der Samenrotiererei teilnehmen (klingt verwerflicher als es ist)

 

Ihr seht also: Große Pläne, von denen ich mir noch nicht ganz sicher bin, ob sie Erfolg haben. Im Idealfall lerne ich gleich meine Kamera noch ein bisschen besser kennen und kann euch in Zukunft mit Handybilder verschonen.

Tschüssi!

P.S. Ich versuche gerade noch, die alten Beiträge von der Startseite zu verbannen. Klappt noch nicht so gut. Abwarten.

All good things come to an end

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Langsam ist es soweit. Die Blätter beginnen, sich zu verfärben und mit 8°C morgens kann man nun wirklich nicht mehr von sommerlicher Frische sprechen. Das heißt für uns allerdings, dass der Ackersommer sich dem Ende zuneigt.

Natürlich kommt im Herbst noch die Kürbisernte und auch Tomaten wollen irgendwann noch geerntet werden (Wobei ich bei denen natürlich so meine Sorgen habe. Wirklich die Temperaturen hat es ja nicht!) – aber insgesamt haben wir die meiste Arbeit hinter uns. Unkraut wächst nur noch sporadisch und Gras wächst ja auch nicht schneller, wenn man daran zieht.

Für diesen Blog heißt das, dass dies hier vorerst der letzte Eintrag wird. Wollt ihr euch Erntebilder anschauen, dann werft einfach die Bildersuche eurer Wahl an.

Was noch aussteht, ist ein Fazit.

Für uns steht fest: Man lernt unglaublich viel, es macht viel Spaß und wir werden das auf jeden Fall wiederholen. Der Moment wenn man nach einem langen Tag auf dem Feld steht, die frische Luft und die Ruhe genießt ist einfach unersetzlich. Es ist ein bisschen wie segeln. Es bringt dich von 100 auf 0 in etwa zwei Stunden.

Es bleibt nur noch zu sagen: Auf die gute Restsaison. Wir sind dann mal auf dem Acker. Bis nächstes Jahr!

Ka und Konsorten.

Transportprobleme

Die Ernte geht weiter. Nicht immer ist alles schön – nach wie vor frisst uns die Braunfäule die Kartoffeln weg. Alles was hilft ist, die Kartoffeln einfach auszumachen.

Aber von Anfang an:

Wir waren am Wochenende kurz beim Acker, nur um zu gucken, wie der Kürbis unser Kletternetz angenommen hat. Er liebt es und wenn ihr mir nicht glaub, dann schaut hier:

Eigentlich wollten wir (Janosch, Flo und ich) nur den restlichen drei Kürbissen auch noch so Klettergitter verpassen – aber wenn man einmal angefangen hat, bleibt es natürlich nicht dabei.Kürbiskonstrukt

 

Als die Gitter schlussendlich standen, haben wir den Kohl nach Raupen untersucht aber zum Glück nur ein paar kleine gefunden. Die wären sonst zum Kohlweißling geworden. So schön er auch ist, unseren Kohl kriegt er nicht!

Dann wurde noch gegrubbert und dabei festgestellt, dass die Bohnen eigentlich schon fast überreif sind. Also hat Janosch von einem Feld die größten abgesammelt – und der Eimer war schon fast voll. Flo und ich haben uns hinten über die letzten zwei Reihen Kartoffeln hergemacht. Wenn ihr euch dran erinnert, war das die Sorte „Violetta“, die sowohl eine lila Schale hat als auch ein lilanes Innenleben. Nach einem Feld war der nächste Eimer halbvoll und wir beschlossen, mit dem zweiten Feld noch zu warten. Vor allen Dingen, da auch wieder Mangold mitgenommen werden konnte. Und Zucchini reif waren.

Was jetzt natürlich anfängt interessant zu werden, ist Einmachen. Früher wurde das total oft gemacht und es war nur natürlich, im Winter die Deckel von den Gläsern plöppen zu lassen und sich an die Freuden des Sommers zu erinnern. Die Speisekammern barsten vor selbstgekochter Marmelade, eingemachtem Kürbis und in Öl eingelegte getrocknete Tomaten. Und heute? Da wird die Speisekammer als Kleiderschrank benutzt und man geht alle zwei Tage in den Supermarkt einkaufen. Ihr merkt was falsch ist, oder?

Zum Abschluss noch ein Wort zu den neu gesäten Sachen: Der Spinat wächst, ebenso wie die Radieschen sehr gut. Rucola lässt sich viel Zeit und auch vom Kohlrabi sieht man noch nicht so viel. Der Kohlrabi, der von Anfang an auf dem Feld war, bleibt sehr klein. Ich schätze mal, da hat die Wühlmaus ihren Job getan und die Wurzel vernichtet.

Achja. Kornblumen und Ringelblumen blühen und auch Andreas Salbei hat inzwischen Topfgröße!

Wir hatten am Ende etwas Probleme, die ganze Ernte nach Hause zu bringen. Eigentlich wollten wir ja nicht ernten……..

Das Füllhorn

Dank dem Titel ahnt ihr es vermutlich schon. Die große Ernte hat begonnen. Sicher müssen wir uns auch nach wie vor um das Unkraut kümmern, dass sich aber einigermaßen im Zaum hält, seitdem wir mal rigoros gegen das blöde Gras vorgegangen sind.
Es sind inzwischen zwei Wochen vergangen, in denen ich allerdings etwas mehr zu tun hatte und deswegen nicht zum berichten gekommen bin.
Die Story mit der Braunfäule hatte ich euch ja erzählt. Das hatte zur Folge, dass wir letzte Woche auf dem Acker waren und die ersten zwei Reihen (Sorte Linda) als Jungkartoffeln aus dem Boden geholt haben. Johanna hat mit der schickten Grabegabel ausgegraben und ich hab an den Pflanzen gezogen und gerüttelt. Hat super funktioniert. Am Ende hatten wir zwar sehr viele kleine Kartoffel („Johanna-Kartoffeln“ – seitdem sie festgestellt hat, dass man Kartoffeln ja auch roh essen kann) aber auch ein paar Große und es hat gereicht, dass wir sie unter vier Leuten aufteilen konnten.

Linda

Das Problem bei den jungen Kartoffeln war nur, dass man sie nur schlecht lagern kann, weil die Schale noch nicht dick genug ist – und wir mussten sie aber bis Dienstag haltbar bekommen!
Die Lösung war ein feuchtes Handtuch, in das die Kartoffeln eingeschlagen wurden und in einem sehr kühlen Kühlschrank landeten. Am Dienstag waren sie so frisch, als hätten wir sie grade aus er Erde geholt und sie fielen in Aluminium und Salz gewickelt unserem Appetit zum Opfer.

Auch den ersten Zucchino konnten wir mitnehmen – diese Woche dann nochmal 7, sodass wir auf insgesamt 8 geerntete Zucchini in zwei Wochen kommen. Und die sind ungefähr 4x so groß wie die aus dem Supermarkt. Oh und die restlichen Salate konnten wir auch ernten. Waren dann nochmal drei. Einer steht noch auf dem Feld, die anderen sind schon am Nachwachsen. Das passiert dann, wenn man anstatt den ganzen Salat die unteren Blattreihen stehen lässt. Dann bildet sich am Strunk einfach neuer Salat.

 

 

 

Trotz der krassen Ernte, die wir im Moment einfahren, gibt es natürlich auch ein paar Sorgenkinder. Ganz vorne dran ist da der Kürbis. Nicht, weil er sich so schlecht entwickelt, sondern eher im Gegenteil. Er wuchert so dermaßen, dass man unseren schon nicht mehr vom Nachbar-Kürbis unterscheiden kann, er legt seine Zweige durch die Möhren und durch die Zwiebeln durch. Dagegen mussten wir angehen, sonst erstickt er noch alle Pflanzen!

Das Problem löste ein Besuch beim Baumarkt. Bambusstäbe, Kordel und ein Estrichgitter wurden zu einem fancy Gestell, das als Rankhilfe für den Kürbis benutzt wurde. Und weil wir grade dabei waren, bekamen die frisch gepflanzten Tomaten auch noch einen Stab. Richtig in Fahrt geraten, bastelten wir dann gleich noch einen Rankzaun für die Gurken.

Das ist unser Kürbis (also einer von 4en)

Und das bin ich beim Rankzaun basteln:

 

Und zum Schluss noch ein paar Impressionen:

 

Des Regens Fluch

Regen ist toll. Erstmal. Er kühlt die Luft ab, erreicht, dass man wieder durchatmen kann – und schenkt der Erde Leben und Fruchtbarkeit. Wir selber haben den Beweis vor Augen gehabt: Die Pflanzen auf dem Acker schossen mit einem Mal in die Höhle, plötzlich konnten wir 4 Salate auf einmal ernten und weil wir die nicht alle selber essen konnten, haben wir natürlich fleißig an unsere Helfer verschenkt.

Mangold wurde inzwischen auch schon 3x geerntet, der hat jetzt aber erstmal wieder Pause bis er nachgewachsen ist. Ein tolles Mangold-Rezept ist mir dabei eines Abends über den Weg gelaufen. Ihr findet es hier.

 

Wattewolken

Naja, auf jeden Fall sind wir neulich morgen aufgewacht und hatten Post von den Ackerhelden. Darin warnten sie uns vor der Braunfäule, die durch das überaus feuchte Wetter (Ihr erinnert euch sicher noch an meine letzten Bilder. Regen. Regen und noch mehr Regen..) unsere Kartoffeln befallen haben könnte. Wir also an den Acker gefahren und: Tadaaaa.. Braunfäule hat sich überall auf unseren Kartoffeln ausgebreitet. Mal mehr und mal weniger schlimm, gerade die vorderen Reihen hat es besonders heftig erwischt.
Am Ende hilft alles nix: Das Kaut muss ab. Gefühlt 30 Stunden später haben sich die Reihen der Kartoffeln dann gelichtet. Sehr deutlich gelichtet muss man leider sagen. Es bleibt abzuwarten ob aus den Kartoffeln in der ersten Reihe überhaupt noch etwas wird. Ich kriege auf jeden Fall den Preis für das rückenschonendste Arbeiten…..


Um den Tag aber nicht allzu deprimiert am Acker abzuschließen, haben wir noch unsere erste große Zucchini geerntet, die heute in der Suppe verarbeitet wird.
Toll war auch, dass wir kein bisschen CO2 ausgestoßen haben. Mein toller Freund hat nämlich bei einem Carsharing-Unternehmen den BMW i3 gebucht, mit dem man quasi lautlos durch die Weltgeschichte fahren kann. Ein tolles Elektroauto mit viel Platz und viel Licht. Wenn sie jetzt noch an der Reichweite arbeiten, wird es echt eine Überlegung wert.

 

So long. Irgendwann diese Woche muss dann auch der andere Acker noch von der Fäule befreit werden.

 

Von der roten Bete

Es ist wieder Ackerzeit! Wir versuchen inzwischen, 1x pro Woche zum Acker zu fahren, um den Pflanzen auch genug Zeit zum Wachsen zu geben. Unseren Fehler vom Anfang: zu oft da zu sein um irgendwas machen zu können, sollten wir wohl besser nicht wiederholen.

Mit am Start ist dieses Mal auch wieder Helene. Grade haben wir uns Grubber und Schuffel geschnappt und staunen über den erntereifen Salat, da kriegen wir auch schon die ersten Tropfen ab und es dauert nicht lange, bis die Landschaft um uns herum in farbloses Grau versinkt. Schnell ernten wir die letzten zwei Radieschen, dann flüchten wir uns in das Gerätehaus und warten ab. Die praktische Wetter-App prophezeit ca. 30min, dann soll der Spuk vorbei sein. Solange lassen wir die Radieschen vom Regen sauber waschen! Mal wieder sind sie teuflisch scharf – mehr gießen heißt es also in Zukunft.

Als der Regen endlich nachlässt, steht die Luft und ich würde am liebsten das Wetter auswringen. Zur Feier des Tages ernten wir zwei Salate. Den Kopfsalat nimmt Helene mit und den Eichblattsalat bekommen Mecki und Andrea. Bevor wir gehen treffen wir noch einen Familienvater mit seinen zwei Kindern. Die haben das Timing einfach besser hinbekommen als wir! Wir haben unsere Ausbeute schon auf dem Picknicktisch liegen, da fragt er uns, was das für Blätter mit den roten Stielen seien. Selbstsicher wie wir nunmal sind: Mangold! Wir diskutieren ein Weilchen hin und her, dann wird klar: Wir sind mal wieder ins Fettnäpfchen in die Fritteuse getappt: Es waren die Blätter der roten Bete. In Gedanken rechtfertige ich mich damit, dass es ja auch rotstieligen Mangold gibt….   ………..!

 

Beim Abendessen beschließen Janosch und ich, morgen nochmal zum Acker zu fahren und so kommt es, dass wir an einem Sonntag vier Stunden lang auf zwei Äckern hocken und Unkraut zupfen. Nicht nur mal eben mit dem Schuffel plattmachen, nein, wir fallen mit Hacken über dieses lästige Gras her. Ein weiterer Fokus lag auf dem Unkraut zwischen den selber gesäten Blumen und Kräutern. Wir schauen uns ratlos an. Was ist denn jetzt die Pflanze und was ist Unkraut? Calendula und Salbei zu erkennen ist einfach und so hangeln wir uns Stück für Stück weiter.

 

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Wenn man sich einmal überwunden hat, geht eigentlich alles. Ratzfatz ist der erste Acker geschafft und der zweite folgt nach der Mittagspause.

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Es gibt: Salat vom Acker mit rote Bete Blättern drin, Tomaten und Mozzarella. Das Rezept für meine Salatsoße gibt es hier. Tomate und Mozzarella sind allerdings im Supermarkt gewachsen. Frisch gestärkt geht es ans Werk und Janosch zieht los, um Stöcke für die Erbsen zu suchen, an denen sie sich hochranken können.

Zwischendurch kriege ich das Gefühl, als würde er einen Baum fällen, es bleibt allerdings alles stehen und die Erbsen kriegen trotzdem schöne Stöcke zum Ranken. Am Ende treffen wir sogar noch unsere Nachbarn. Ihr wisst schon: Die mit dem Riesenkürbis. Ihr Geheimnis? Gießen.

 

 

Wir müssen wohl die Heldeninfos noch etwas genauer lesen…..

 

Feind in Sicht

Endlich wieder Acker! Nach nur einer Woche Ackerabstinenz mussten wir heute mal wieder nach dem Rechten sehen. Mecki und Andrea waren so lieb und haben letzte Woche Freitag Gurken und Rosenkohl gepflanzt! Von Rosenkohl war ich ja lange Zeit eigentlich kein Fan – aber jetzt freue ich mich irgendwie auf die kleinen Knöllchen.

rosenkohl

Der erste Blick heute hat gezeigt: Es wurde alles richtig gemacht. Die Pflanzen sind super angewachsen und insgesamt sieht der Acker langsam nach was aus. Die Kartoffeln präsentieren sich stolz in der letzten Reihe, davor wächst irgendwas, was nach Petersilie schmeckt, die roten Zwiebeln, die am Anfang so gelitten hatten, dass wir sie entfernen mussten, entwickeln sich prima und selbst unser Kohl, der ja die Leibspeise des Hasen war (neben Kohlrabi wohl gemerkt) hat sich nochmal berappelt. Man kann inzwischen sogar erkennen, dass es sowas wie Kohl sein soll!

Dem Mangold konnte ich nicht widerstehen, der hat heute ein paar Blätter lassen müssen (Sooo lecker!) und auch ein paar Radieschen konnten wir wieder mitnehmen. Leider waren zwei von Maden zerfressen, die haben wir dem Komposthaufen übergeben.

mjamgold

Während ich so ein bisschen am Unkraut zupfen war (viel war nicht zu machen), fiel mir auf einmal ein gelber Fleck auf den Kartoffeln ins Auge. Und ganz nach bi-do-bi-do-bi-do-style, bin ich erstmal hingerannt und habe nachgeschaut: Der Feind hat das Feld entdeckt. Der gemeine Kartoffelkäfer… Aber Freunde, beruhigt euch: Er ist jetzt im Kartoffelkäferhimmel.

feind gesichtet

Eine Kuriosität ist mir allerdings aufgefallen: Es ist unglaublich zu sehen, wie unterschiedlich schnell die einzelnen Pflanzen wachsen. Häufig ist wirklich die Trennschnur zwischen zwei Feldern zu sehen, die monströsen Spinat von kleinen mickrigen Blättern trennt. Aber das Schöne ist: Auf jedem Acker wächst irgendwas gut. Während beim Nachbar der Kürbis (oder die Zucchini? Verdammt, ich kann sie einfach nicht außeinander halten! ;( ) explodiert, sieht unser Salat viel besser aus. Laut Mecki ist da übrigens die Menge an Wasser verantwortlich… Mal gucken ob wir es durch weitere Acker Feldstudien belegen können!

Die Ruhe nach dem Unwetter

Wie ihr sicher alle mitbekommen habt, wurden wir hier vom Unwetter ziemlich gebeutelt. Gottseidank lag der Wald hier nur vor dem Haus und nicht im Haus – aber die Hütte am Acker hat es leider weggeweht und wir haben eine gute Woche einfach garnichts gemacht. An Wasser herrschte ja kein Mangel.

panorama

 

Gestern dann die große Überraschung: Nichts tun ist manchmal das beste, was man tun kann. Der Mais ist explodiert und mindestens 15cm groß und selbst die Kapuzinerkresse guckt schon aus dem Boden!

Wie man ganz gut erkennen kann, musste aber dringend mal wieder aufgeräumt werden. Blätter vom Herbst vor drei Jahren, elendig viele Äste und natürlich Unkraut hatten sich des Ackers bemächtigt und wurden mithilfe von Schuffel und Eimer schnell wieder gekillt.

Die schönste Überraschung fanden wir dann weiter hinten am Acker: Radieschen!

 

Natürlich mussten die sofort probiert werden und mir schossen erstmal die Tränen in die Augen. Sowas von sauscharf! Aber sooo lecker! Die kleinen Knollen haben es echt in sich. Insgesamt kann man wirklich sagen, der Acker macht sich. Langsam aber sicher. Die Blumen die wir vorne gezogen haben, tun sich noch etwas schwer, aber auch das wird noch – ganz sicher!